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Das Institut für Radiobiologie der Bundeswehr in München ist für den gesamten Bereich des medizinischen Schutzes vor radioaktiven Stoffen und ionisierender Strahlung zuständig. Zu diesem Zweck stellt das Institut Konzepte, Richtlinien und Verfahren zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Gesundheit nach Strahlenexposition bereit.

 

Ein Schwerpunkt im Institut sind die Untersuchungen der biologischen Wirkung einer Strahlenexposition. Das Institut betreibt zur Erfüllung seines Auftrages angewandte Forschung auf den Gebieten Epidemiologie, Pathomechanismen, Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Gesundheitsstörungen nach Strahlenexposition in vitro (im Reagenzglas) und in vivo (an lebendem Material wie zum Beispiel an Hautbiopsien) durch. Dabei werden zur Abschätzung des Ausmaßes von Strahlenschäden verschiedenste biologische Indikatoren entwickelt, validiert sowie zum ständigen Abruf bereitgehalten. Auch werden von den Mitarbeitern des Institutes Maßnahmen zur ständigen Optimierung, Bereithaltung von einsatzmedizinisch notwendigen spezialdiagnostischen und therapeutischen Verfahren nach den Prinzipien der Evidence Based Medicine entwickelt. Auf der wissenschaftlichen Arbeit des Institutes basieren der vorhandene Expertensachverstand sowie die etablierte Spezialdiagnostikkapazität.

 

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Lehre und Ausbildung der Kräfte des Sanitätsdienstes der Bundeswehr.

 

Durch den im Jahre 2007 mit der Universität Ulm geschlossenen Kooperationsvertrag erhielt das Institut die universitäre Anbindung und eröffnete sich neue Forschungsmöglichkeiten im Bereich der zivil-militärischen Zusammenarbeit.

 

Geprüfte Qualität: Das Institut für Radiobiologie der Bundeswehr ist nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert.